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Künstliche Intelligenz Veranstaltung

KI.NRW-Jahrestagung 2025: KI und Kohle

Von der Kohle zu Künstlicher Intelligenz zur „Kohle“: So begrüßte Dr. Christian Temath, der Geschäftsführer von KI.NRW, die rund 250 Gäste der diesjährigen Jahrestagung am 01. Oktober 2025 in Bonn. Der Beitrag bietet einen Überblick und ausgewählte Inhalte der Veranstaltung – sowie ein Fazit zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen.

Grußwort

Moderiert von Wirtschaftsjournalistin Katja Scherer stimmte Christian Temath um 14 Uhr mit seiner kreativen Animation auf das abwechslungsreiche und spannende Programm des diesjährigen KI.Forum.NRW in den Design Offices Bonn ein – und brachte gleichzeitig das Ziel der Plattform KI.NRW prägnant auf den Punkt.

Dr. Christian Temath und Katja Scherer | Foto: Stefan Klemens

Denn ausgehend und Basis für Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen sind vor allem dessen Herkunft als wichtigster Industriestandort Deutschlands. Diese Erfahrungen und das Wissen der Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden, und vor allem: deren Industrie- und Produktionsdaten, weisen den Weg, um aus der Nutzung von KI wieder „Kohle“ zu machen: Also Geld durch weniger Kosten und eine höhere Produktivität.

Keynote

Stefan Mesken, Chief Scientist von DeepL, knüpfte nahtlos daran an, als er den Weg des Kölner Unternehmens an die Weltspitze von den Anfängen 2017 mit wenigen Mitarbeitern bis heute mit über 1.000 Beschäftigten beschrieb.

Das Erfolgsrezept dafür: Ständige, jährliche Innovationen und Verbesserungen rund um ihre Sprachtechnologie (2025: DeepL Voice und DeepL Agent) durch eine klare Zielsetzung (Grundlagenforschung, Technologie für Kundenlösungen, Feedback-Suche bei Kunden und Experten) und ihren Ansatz: Langfristiges Denken, Probleme als Möglichkeiten sehen und Veränderungen erwarten.

Stefan Mesken von DeepL bei seiner Keynote | Foto: Stefan Klemens

Nur so war der mutige Schritt möglich, den DeepL 2023 angesichts der rasanten Entwicklung der Large Language Modelle getrieben von ChatGPT und Open AI ging: Der Abschied von dem bisherigen und sehr spezifischen Modell als Grundlage seiner Sprachtechnologie und aller Dienste und Produkte (damals vor allem: Übersetzungen).

Dieser grundlegende Wechsel und die Entwicklung eines völlig neuen Sprachmodells, Language AI als die nächste KI-gesteuerte Generation, erforderte Mut, Geld und Zeit: Unter anderem erhebliche Investitionen in modernste Chips und Server-Infrastruktur sowie die Arbeitszeit von rund 80 Prozent der Beschäftigten mehrere Monate lang. Dies war jedoch notwendig und sichere den Platz vor den großen Mitbewerbern wie Google, denn „Technologie reife wie Vollmilch“, so Stefan Mesken.

Folie aus der Präsentation von Stefan Mesken | Foto: Stefan Klemens

Eindrucksvoll zeige sich diese „Alientechnologie“, wenn man die Dimensionen der Rechenzentren von 2015 mit denen der heutigen riesigen Hyperscaler vergleiche: Mit ihrem sehr hohem Flächen-, Strom- und Wasserverbrauch (für die Kühlung). Auch Architekturen und modernste Grafikprozessoren, wie die von DeepL genutzten und 2024 von Nvidia vorgestellten Blackwell GPU Chips mit ihrer enorm höheren Rechenleistung, zeigen den Unterschied zu 2015.

Für mich mit Fokus Human Resource Management (HRM), People Analytics und digitales Assessment und besonders interessant die Frage, die der Chief Scientist sich selbst stellte: Nach welchen Kriterien stelle er Mitarbeiter ein?

Zentral sei die Neugier eines Bewerbers ein Kundenproblem zu lösen – und kein Research Paper zu schreiben. Und die Nutzererfahrung zu fokussieren, z.B. eine schnelle, inhaltlich korrekte und flüssige Übersetzung – und weniger forschungsbezogene Benchmarks wie eine marginale Verbesserung (z.b. „Dein“ oder „dein“), die für den Kunden kaum relevant sei. Plus: Eine hohe Sicherheit für den Kunden und seine Daten gewährleisten – nachgewiesen auch durch externe und strenge Zertifizierungen.

Podiumsdiskussion 1

Die anschließende erste Podiumsdiskussion leitete Mark Klein, Chief Digital Officer der ERGO Group AG, mit einem starken Impulsvortrag ein. Sein Credo: KI bleibe natürlich, sei keine Blase und Deutschland solle nicht Perfektion anpeilen und abwarten, sondern wie die USA auch 80 % Leistungsfähigkeit von KI als Chance betrachten – und nicht wie manche bei uns, die über die Fehlenden 20 % meckern!

Mark Klein von der ERGO | Foto: Stefan Klemens

Die vielfältigen Beispiele seines Unternehmens zeigen, wie Prozesse erheblich schneller und genauer werden, z.B. die Verarbeitung von 60 Millionen Dokumenten jährlich durch maschinelles Lernen bei der Tochter DKV. Notwendig sei diese positive Einstellung – auch für unsere Kinder: Dass die Zukunft besser werde durch Technologie.

Paul Höller, Mark Klein, Katja Scherer, Dr. Frauke Goll und Christian Temath (links nach rechts) | Foto: Stefan Klemens

Diese Chancen und Herausforderungen von KI für Europa diskutierte Mark Klein anschließend mit Paul Höller vom NRW-Wirtschaftsministerium, Dr. Frauke Goll vom appliedAI Institute for Europe und Dr. Christian Temath. Ein wichtiger Punkt: Europa, Deutschland und NRW haben gute Voraussetzungen für die Anwendung von KI, u.a durch die vielen Talente und die ausgeprägte Bildungslandschaft – und durch die Kooperation europäischer Unternehmen.

Podiumsdiskussion 2

Das zweite Panel „Value add first: Wie sich nordrhein-westfälische Kernbranchen mit KI neu erfinden“ mit Claudia Pohlink (FIEGE Logistik), Margret Seeger (Rheinische Post Mediengruppe), Dr. Iris Heilmann (Palmer Hargreaves) und Dr. Olaf Maecker (Metro digital, METRO) diskutierte und erklärte, wie die KI-Implementierung in Unternehmen gelingt – auch mit eigenen „AI Divisions“, wenn die Ressourcen hierzu vorhanden sind oder, wenn nicht, auch durch das Lernen von Großunternehmen.

Praxisbeispiele

Nach der Kaffeepause erlebten die Teilnehmer drei inspirierende KI-Praxisbeispiele: Simon Sack (NEUROLOGIQ Engineering) und Nicol Otterbach (Elixis AG) beschrieben, wie thyssenkrupp Steel Europe durch KI die Feuerverzinkung von Stahl optimiert – und dadurch u.a. 90 Tonnen Zink spart und 500.000 Euro an Wertschöpfung liefert.

Nicole Otterbach von der Elixis AG | Foto: Stefan Klemens

Sandra Halscheidt (Fraunhofer IAIS) und Björn Dannenberg (MAN Truck & Bus SE) berichteten, wie MAN durch das Scannen der Lack-Oberfläche von LKW und der Fehlersuche durch KI Blechdellen frühzeitig und schnell erkannt werden. Die Folge: Die Qualitätssicherung werde beschleunigt und könne skaliert werden.

Björn Dannenberg von MAN | Foto: Stefan Klemens

Dr. Maximilian Brand (EDGITAL, Mutterunternehmen: Hochtief) und Simone Warckentin (Stadt Bergkamen) zeigten, wie Kameras an Müllwagen der Stadt Bergkamen den Straßenzustand in Echtzeit dokumentieren – und KI aus den Bildern Schäden erfasst und bewertet – was die Planung und Durchführung von Reparaturen inklusive Prioritätensetzung deutlich erleichtere.

Abschluss

Wo steht KI im Jahr 2030?

Welche Trends und Entwicklungen sehen wir? Antworten hierzu gab Prof. Dr. Christian Bauckhage (Uni Bonn, Lamarr-Institut, u.a.) ab 18 Uhr, in dem er vor allem auf die exponentielle Entwicklung der Technologie hinwies (die viele Menschen nicht im Blick haben),

Das heißt, die mehr oder weniger jährliche Verdoppelung der Leistungsfähigkeit von KI – sowie die extremen Erfolge besonders von Googles DeepMind u.a. in der Genetik: Was zu wirklichen Vorteilen und Disruptionen in den Naturwissenschaften und der Produktforschung und -entwicklung führe. Mit möglichen KI-Agenten als die besseren Physiker, Chemiker, Biologen und Mathematiker.

Prof. Christian Bauckhage mit Moderatorin Katja Scherer | Foto: Stefan Klemens

Wahrscheinlich sei auch, so der Informatiker am Ende, dass KI-Agenten 2030 in sieben Stunden die Arbeit eines Menschen von einem Jahr erledigen werden; denn eigentlich haben wir nämlich noch kaum etwas gesehen, was auf uns zukomme. „Wie damit umgehen?“, so eine Frage an Christian Bauckhage – doch das wisse er nicht seine Antwort und sei eher die Aufgabe von Soziologen und Psychologen.

Schlusswort und Networking

Nach einem Schlusswort u.a. mit Dank an alle Beteiligten von Gastgeber Christian Temath klang der Abend entspannt aus beim Networking auf der 27. Etage in Rooftop-Bar (Panorama Lounge) des Design Offices Gebäudes mit spektakuläreren Aussichten über Bonn – sowie tollen Gesprächen, kühlen Getränken und kulinarischen Häppchen: Ganz menschlich fast ohne KI und Technik (z.B. für Fotos/Selfies und LinkedIn-Vernetzungen).

Blick über Bonn in nördliche Richtung von der 27. Etage des Design Offices Bonn | Foto: Stefan Klemens
Networking in der Rooftop-Lounge des Design Offices Bonn | Foto: Stefan Klemens

Mein Fazit

Die Angebote von KI.NRW sowie die Beiträge und die Beispiele aus Unternehmen machen deutlich, dass wir zielorientiert und mutig KI-Tools nutzen sollten – und uns auf unserer Stärken fokussieren müssen, um eigene erfolgreiche Anwendungen zu kreieren. Beispielsweise durch Nutzung von einzigartigen Industriedaten, den Unterstützungsangeboten (z.B. von WestAI) und die Zusammenarbeit zwischen Startups und größeren Unternehmen.

Der Autor | Foto: Stefan Klemens

Denn der „KI-Zug“ fährt immer schneller und daher ist es für NRW, Deutschland und Europa notwendig, auch im Führerhaus zu sitzen! Um im Bild von Christian Temath zu Beginn zu bleiben: Die Kohle selbst in das Feuer der Lok scheffeln. Die gescheiterte Transrapidtechnologie aus Deutschland ist hier ein mahnendes Negativbeispiel!

Doch DeepL aus Köln, Cognigy aus Düsseldorf, amberSearch aus Aachen sowie eine Reihe andere Unternehmen sind die vielbeschworenen „Leuchttürme“ der Künstlicher Intelligenz made in NRW. Wir können es doch. Seien wir mutig. Und fangen wir an (wenn bisher noch nicht oder nur zaghaft und zögerlich), ab sofort KI in Unternehmen und im Human Resource Management strategisch und systematisch zu nutzen!

Herzliche Grüße

Stefan Klemens

Quellen und weiterführende Links:

KI.NRW
https://www.kiforum.nrw/
https://www.ki.nrw

DeepL und Nvidias Blackwell Grafikprozessor
https://www.deepl.com/de/blog/next-gen-language-model
https://www.deepl.com/en/blog/deepl-dialogues-highlights
https://de.wikipedia.org/wiki/Blackwell_(Grafikprozessor)
https://www.cio.de/article/4043772/ki-trifft-rechenzentrum-was-muss-sich-aendern.html

Rechenzentren 2015 bis 2025
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechenzentrum
https://www.purestorage.com/de/knowledge/what-is-a-hyperscaler.html

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DeepL-CEO Jarek Kutylowski: „Lieber 10 Milliarden Euro raisen als Daten vom Bundesarchiv bekommen.“

Dies war nicht der einzige interessante Satz von Jarek Kutylowski, dem Gründer und CEO von DeepL, auf dem Jülich LLM Day 2025 am 18.09.2025 im Supercomputing Centre des Forschungszentrums Jülich. Der Fokus des erstmaligen Events: Vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz im Unternehmen nutzen.

Es war ein Satz, den der 42-jährige Unternehmer mit einem leichten Lächeln während der Podiumsdiskussion sprach – und sich auf die langsamen bürokratischen Mühlen und hohen rechliche Hürden bezog, um Trainingsdaten für ein eigenes großes, deutsches KI-Modell aus dem Bundesarchiv zu bekommen.

Ich war auf dem Jülich LLM Day 2025 und es wurde ein großartiger Nachmittag mit einem Programm, bei dem dieser Talk nicht der einzige tolle Programmpunkt blieb.

Jarek Kutylowski, CEO und Gründer von DeepL, beantwortete Fragen und diskutierte mit anderen Experten über Künstliche Intelligenz und große Sprachmodelle (links: Stefan Kesselheim vom Forschungszentrum Jülich). Foto: Stefan Klemens

Hinweis: Der letzte Programmpunkt des Jülich LLM Day 2025 war eine Führung und Informationen u.a. zum neuen Supercomputer JUPITER: Mehr zu diesem, den Programm sowie meine Beziehung zu den u-form Testsystemen, die ein KI-Praxisbeispiel vorstellten (siehe unten), in diesem Newsblog-Artikel.

DeepL: Innovation, Ranking und Wettbewerb

Was Neues von DeepL zu Open Source und Large Language Models (LLMs) sei in der Pipeline, sagte Jaroslaw (Jarek) Kutylowski weiter, doch was, dürfe er leider noch nicht verraten. Wahrscheinlich eines der neuen Angebote „DeepL Agent“ oder „DeepL Marketplace“ in den Medien vom 24.09.2025, die ich für die Recherche zu diesem Artikel eine Woche später fand?

Doch dass stete Innovationen für Tech-Unternehmen wie DeepL die Regel sind, dürfte niemanden überraschen – und mit dazu geführt haben, dass das bekannten Übersetzungs- und Sprachunternehmens aus Köln mehr als 1 Mrd. Dollar wert ist (im Startup-Sprech: ein Einhorn) und Beobachtern nach besser sei als Googles Übersetzungsdienst. Gute Gründe auch dafür, dass allein DeepL aus Deutschland es in die akutelle Forbliste der weltweit Top 50 KI-Unternehmen schaffte!

Der Autor bei der Anreise mit dem Zug über Köln nach Jülich. Foto: Stefan Klemens

Doch wer mit den Techgiganten, nicht nur aus dem Silicon Valley, mithalten will, braucht neue Angebote, Geld und gute Leute – und die passenden politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Auch hier kann Deutschland noch zulegen, wie jeder weiß! Auch ein Thema der Podiumsdiskussion in Jülich.

Geplant war der Besuch von Jarek Kutylowski auf dem Jülich LLM Day jedoch nicht: Laut Programm sollte Chief Scientist Stefan Mesken einen Use Case des Unternehmens in einer Präsentation vorstellen, doch er musste absagen und sein Chef (!) sprang kurzfristig für die Diskussion ein – und Philipp Reissel mit einem Praxisbeispiel von amberSearch. Bemerkenswert, da meist ein Mitarbeiter seine Führungskraft vertritt oder gar niemand kommt – was auf die Bedeutung des Events und die guten Beziehungen der Beteiligten hinweist.

Zu amberSearch: ein aufstrebendes KI-Unternehmen aus Aachen zur Sicherung von Business Wissen. Übrigens meine zweite Begegnung: Im Herbst 2024 erlebte ich seinen Kollegen Bastian Maiworm in Düsseldorf bei diesem KI-Event.

Weitere Programmpunkte

Doch der Jülich LLM Day 2025 von 11.30 bis 18 Uhr an einem Donnerstag bot den rund 50 Teilnehmern natürlich noch viel mehr!

Los ging es mit einem tollem Empfang, guten Gesprächen, Infoständen, Getränken und einem Mittagessen im Foyer des Hauses. Um 13 Uhr begrüßte Stefan Kesselheim, Head of Applied Lab im Jülich Supercomputing Centre (JSC), die Teilnehmer im Saal und seine Mitarbeitenden präsentierten danach die KI-Angebote des JSC für Unternehmen, z.B. Fritz Niesel von WestAI. Jan Ebert eröffnete zuvor mit einer Einführung zu Large Language Models und vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz die Veranstaltung.

Clemens Hasler mit einem Use Case der u-form Testsysteme. Foto: Stefan Klemens

Nach dem Praxisbeispiel von amberSearch folgten zwei weitere Anwendungen von KI in Unternehmen: Clemens Hasler von der u-form Testsysteme zeigte, wie die IHK-Prüfungsvorbereitung für Auszubildende durch ein KI-gestütztes Training mit Bewertung und Rückmeldung besser gelingt. Omid Hashemi von Kumo Cloud Solutions sprach darüber, wie die Einführung von Large Language Modellen in Unternehmen besser geht, Menschen mitgenommen wernden und Erfahrungswissen von Beschäftigten durch KI gesichert werden kann.

Da ich früher für u-form zahlreiche Projekte und Arbeiten in der Testpsychologie abschloss (z.B. die Entwicklung einer Skala zur Messung von Neugier oder die Revison eines Persönlichkeitstests), interessierte mich der Beitrag von Clemens natürlich besonders.

Einige Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Valentia Kerst, Stefan Kesselheim, Jarek Kutylowski, Clemens Hasler, Person aus dem Publikum. Foto: Stefan Klemens

Wichtige Beiträge der weiteren und teilweise wechselnden Diskussionsteilnehmer (Fish-Bowl-Style!) gab es danach zu Künstlicher Intelligenz und Large Language Models, neben einigen bereits oben genannten, u.a. von Valentina Kerst, Jürgen Antes und Stefan Kirch.

Themen u.a. waren: ein europäisches Open Source LLM oder propietäres Frontier Model; die Verfügbarkeit und Kontrolle von Trainingsdaten; neue Modelle vs. Fine Tuning; KI als Lösung oder Werkzeug; die Stärken Deutschlands, z.B. im Know How, der Logistik und in der Verfügbarkeit von Industriedaten – und die Herausforderungen für uns und Europa angesichts der große Tech- und KI-Player aus den USA und China.

Außenansicht des neuen Supercomputers JUPITER: Mitte oben auf dem Dach die Kühleinheiten; ganz links das dunkelbraune Gebäude mit Eingang und Besucherzentrum (augrund von Bauarbeiten derzeit nicht betretbar). Foto: Stefan Klemens

Und natürlich gab es zum Abschluss: Die spannende Führung zu JUPITER sowie den anderen Supercomputern JUWELS und JURECA – mit Informationen u.a. zu Bau und Aufbau, Funktionen und Ziele, Datenspeicherung, Kühlung und Stromnutzung sowie Leistungsfähigkeit. Und eine Anektdote zur offiziellen Einweihung von JUPITER vor rund zwei Wochen durch Bundeskanzler Friedrich Merz und den anderen mehr oder weniger prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung (siehe hierzu diesen LinkedIn-Post von mir, u.a. mit Links zur Videoaufzeichnung).

Kontrollbildschirme der Supercomputer JUPITER, JURECA und JUWELS; rechts davon Blick in die Halle mit einem Teil der Racks von JUWELS. Fotos: Stefan Klemens
Kontrollbildschirme von JUPITER und JURECA. Fotos: Stefan Klemens

Fazit und Dank

Die Reise von Hilden (zwischen Düsseldorf und Solingen) zum Jülich LLM Day 2025 lohnte sich somit mehrfach: nette Gastgeber, tolle Inhalte, ein spannender Ort, interessante Gesprächspartner. Wer also einen tiefen Einblick in die Gegenwart und Zukunft der Anwendung von Künstlicher Intelligenz und Large Language Models in Unternehmen gewinnen wollte, war an diesem Tag am richtigen Platz!

Der Autor vor dem Supercomputer JUPITER. Foto: Stefan Klemens

Vielen Dank dafür an das Organisationsteam, die Referenten, Diskussionsteilnehmer und Gesprächspartner (sofern nicht bereits erwähnten): u.a. Maximilian Tandi, Sohel Herff, Dr. Oliver Bücker, Marc Rössler, Fabian Lang, Kristian Carstensen, Horst Rieger (Tipp: auch einen Rückblick zum Event lesen!) und Robin Janke (Danke für die Mitnahme zum Hbf Köln!).

Herzliche Grüße

Stefan Klemens

PS: Auf LinkedIn gibt es eine Kurzversion dieses Artikels.

Und: Lust auf einen Austausch über KI, People Analytics (HR Data Science) oder Digital Assessment im HRM? Dann einfach hier einen Termin für ein Informationsgespräch buchen oder mich kontaktieren.

Weitere Informationen und Quellen

Weitere Rückblicke

Rückblick von Horst Rieger auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7374741999922343936/

Rückblick von Stefan Kirch auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7374436460852318208/

Mehr über DeepL

Forbes-Liste: Die 50 wertvollsten KI-Unternehmen
https://www.forbes.com/lists/ai50/

Auf dem Jülich LLM Day 2025 sagte Jarek Kutylowski, der CEO von DeepL, dass sein Unternehmen ein neues Produkt entwickelt hat (siehe Beginn dieses Artikels) – eine Woche später wird ein Interview mit ihm veröffentlicht auf faz.net unter der Überschrift: „DeepL: Mit KI-Agenten gegen Google und ChatGPT“. Zudem finden wir diesen Artikel: „DeepL launcht Marketplace als zentrale Anlaufstelle für API-Lösungen“ auf Trending Topics. Was meinte er nun? DeepL Agent oder DeepL Marketplace? (oder, zwar unwahrscheinlich, doch möglich: noch ein anderes innovatives Produkt?).

DeepL im Wettbewerb mit US-Tech-Unternehmen (24.09.2025):

„Der deutsche KI-Pionier DeepL steht unter Druck, sich gegen amerikanische Tech-Unternehmen zu behaupten. Jetzt sollen eigene KI-Agenten neue Geschäftsfelder eröffnen. DeepL-Chef Jaroslaw Kutylowski erklärt, wie das gelingen kann.“

https://www.faz.net/pro/digitalwirtschaft/kuenstliche-intelligenz/deepl-mit-ki-agenten-gegen-google-und-chatgpt-accg-110698088.html

Jarek Kutyloswki im Interview der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, 21.09.2025
https://www.tagesschau.de/video/video-1507376.html

Video des Vortrags von Stefan Mesken, Chief Scientist von DeepL: „Building an AI-Powered Organization“ auf der ‚Rise of AI Conference 2025‘ in Berlin, 14.05.2025.
https://www.youtube.com/watch?v=w-08cA30RHg
Weitere Videos: https://www.youtube.com/@RiseofAI

Supercomputer JUPITER auf 3sat

3sat: Supercomputer Jupiter – in Jülich entsteht Europas erste KI-Fabrik (03.07.2025)
https://www.3sat.de/wissen/nano/250703-kuenstliche-intelligenz-ki-rechenzentrum-in-der-eu-nano-100.html

3sat: KI made in Europe – Gegenmacht zu Meta, Google und Co.
https://www.3sat.de/wissen/nano/250703-sendung-europaeische-kuenstliche-intelligenz-juelich-supercomputer-jupiter-europas-ki-fabrik-startet-durch-nano-102.html

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JUPITER und Jülich LLM Day 2025

Lieber Gast,

fahren Sie auch am 18. September 2025 zu Jupiter? Natürlich nicht zum größten Planeten unseres Sonnensystems oder der Stadt im US-Staat Florida, sondern zum neuen und schnellsten Supercomputer in Europa im Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen. Diesen können die Teilnehmer anlässlich des Jülich LLM Day 2025 besichtigen – diesjähriges Motto: Vertrauenwürdige KI im Unternehmen nutzen.

Mit seiner unvorstellbaren Leistung von einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunden, was einer 1 mit 18 Nullen entspricht (also 1.000.000.000.000.000.000), erzielt die riesige Maschine auf einer Fläche von einem halben Fußballfeld eine Rekord-Geschwindigkeit von einem ExaFLOP* pro Sekunden – wodurch JUPITER den 4. Platz der weltweiten Superrechner erreicht. Dies entspricht der Leistung von rund 1 Million moderner Smartphones oder rund 650.000 Notebooks.

* Floating Point Operations per Seconds: Maß für die Leistungsfähigkeit von Computern

Weitere Fakten zu JUPITER und dem Jülich Supercomputing Centre

Schauen wir uns an und staunen, mit welchen weiteren Fakten der neue Supercomputer JUPITER und sein Betreiber aufwarten:

  • Tausendfach höhere Rechenleistung als vorherige Supercomputer vor rund 10 bis 15 Jahren (Exaskala statt Petaskala).
  • Herzstück: JUPITER-Booster mit 24.000 Grace Hooper Superchips von Nvidia.
  • Speicherkapazität: 5 Petabyte (entspricht 1 Mio. moderner Smartphones oder 650.000 Notebooks).
  • Lieferant: Eviden aus München (Tochterunternehmen der Atos-Gruppe.
  • Kosten: Rund 500 Millionen Euro inklusive Betrieb für sechs Jahre.
  • Energieeffizientester Supercomputer unter den 5. Top-Plätzen weltweit: 60 Milliarden Rechenoperationen pro Watt.
  • Modularer Aufbau: Erweiterung möglich um Quanten- und neuromorphe Chips
  • 6.000 Rechenknoten
  • Größe und Fläche: 125 Rechenschränke (racks), 50 Containermodule, 3.600 qm = halbes Fußballfeld
  • Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) im Forschungszentrum als Betreiber von JUPITER ist eines der drei leistungsstärksten Rechenzentren in Deutschland – neben denen in Garching (bei München) und Stuttgart.

Lust auf Videos zu JUPITER? Dann schaue Dir vom Forschungszentrum Jülich doch diese Website und diese Website an oder klicke auf folgendes, aus YouTube eingebettete Video!

Videozum Supercomputer JUPITER auf YouTube (eingebettet mit erweitertem Datenschutzmodus); © Forschungszentrum Jülich GmbH

Anwendungsbeispiele des neuen Supercomputers JUPITER

JUPITER steht für Joint Undertaking Pioneer for Innovative and Transformative Exascale Research und bietet Nutzungsmöglichkeiten für mehr als 100 anspruchsvolle Anwendungen für die Forschung und Industrie, wie:

  • Die realistischere Simulation von Gehirnzellen, neuronalen Prozessen und des Gehirns mit seinen im Schnitt rund 86 Milliarden Nervenzellen – zentral z.B. für neue Therapien in der Medizin und natürlich dem tieferem Verständnis, wie unser Superorgan funktioniert.
  • Die deutliche Verbesserung der Simulation und Vorhersage physikalischer Ereignisse wie des Wetters und Klimas mit Starkregen, heftigen Gewittern, Stürmen oder extremer Trockenheit – nicht nur für die Landwirtschaft unabdingbar.
  • Die Simulation von Quantencomputern: Die mit Qubits statt Bits der bisherigen Computer (auch Supercomputern) arbeiten und so die Rechenleistung exponentiell ansteigen lassen werden – wichtig, da derzeitige Quantencomputer noch zu fehleranfällig sind, doch in naher Zukunft neue Möglichkeiten versprechen (z.B. neue Arten von Algorithmen).
  • Künstliche Intelligenz: Das sehr schnelle Training und der Leistungsvergleich von Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Gemini, LLaMA, Claude (alle USA) oder Mistral (Frankreich) als größten KI-Modellen in wenigen Tagen – statt in Wochen oder Monaten. Spannend: Die Nutzung von JUPITER und anderen Supercomputern zur KI (und zu anderen Zielen) bietet das Forschungszentrum Jülich auch externen Interessenten, die nicht über die Ressourcen der größten Tech-Unternehmen verfügen, wie wir gleich sehen werden.

Jülich LLM Day 2025 am 18. September 2025

Und dieser letzte Punkt zur Künstlichen Intelligenz führt uns wieder zum 18. September 2025, an dem nämlich um 17 Uhr nicht nur eine Führung zu JUPITER im Forschungszentrum Jülich stattfindet, sondern vor allem ab dem späten Vormittag der Jülich LLM Day 2025, der diesen Besuch des neuen Supercomputers erst ermöglicht!

Bild (eingebettet) zum Jülich LLM Day 2025 auf der Website des Veranstalters; © Forschungszentrum Jülich GmbH

Dieser findet von 11.30 bis 18 Uhr im Jülich Supercomputing Centre (JSC) des Forschungszentrum Jülich unter dem Motto Vertrauenswürdige KI im Unternehmen nutzen statt; sein Programm gliedert sich in folgende Punkte:

  • Ankunft, Infostände, Mittagessen
  • Begrüßung
  • Vertrauenswürdige und europäische LLMs
  • KI-Angebote des Jülich Supercomputing Centre
  • Use Cases: LLMs in Unternehmen von DeepL, kumo, u-form
  • Panel Discussion
  • Schlussworte
  • Abschluss mit Führung (optional)

u-form Testsysteme, Künstliche Intelligenz und digitale Assessments

Doch was fiel mir beim Terminhinweis zum Jülich LLM Day 2025 aus dem KI-Newsletter des Startplatzes Düsseldorf zuvor auf? Der Name u-form! Warum? Für die u-form Testsysteme aus Solingen, die sich mit Ihren Angeboten auf die Ausbildung und das duale Studium fokussieren, war ich zwischen ab 2013 häufig freiberuflich im Bereich HR-Assessment mit Schwerpunkt psychometrische Testverfahren tätig (Hinweis: Professional Assessment = Berufseignungsdiagnostik). Also im Bereich digitale Assessments bzw. Online-Assessment.

Meine Projekte für u-form: Ich entwickelte, überarbeitete und begutachtete, neben einigen anderen Aufträgen, eine Reihe von psychometrische Tests sowie einen Online-Postkorb: die AZUBI-Box. Von 2020 bis 2022 entwickelte ich zwei Skalen zur Messung der Neugier bei Auszubildenden und des sozial erwünschten Verhaltens bei Antworten (Lügen-Skala) und überprüfte und verbesserte die Messinstrumente anhand der Daten von Schülern und Auszubildenden.

Wie mir das Programm auf der Website des Jülich LLM Day 2025 verriet, wird uns Clemens Hasler, der zur Unternehmerfamilie von u-form gehört (der Sohn von Marie-Luise Hasler) und seit 2024 dort arbeitet, einen der drei Use Case zu Large Language Models (LLMs) in Unternehmen vorstellen. Ich hatte letztes Jahr über Herrn Cornelius Scheffel-Ullrich, einem der Geschäftsführer der u-form Testsysteme, mitbekommen, dass u-form neue Lösungen im Bereich KI für die Ausbildung entwickelt.

Ich freue mich, dass ich auf dem Jülich LLM Day 2025 am 18. September 2025 mehr über die KI-Produkte von u-form erfahren werde – wobei es sich sehr wahrscheinlich um ein (oder mehre) Anwendungsbeispiel handeln wird, das auf dieser Webseite beschrieben wird. Interessant: Dieses neue Angebot haben die Solinger in Kooperation mit West AI entwickelt (mehr von West AI dazu hier). Übrigens ist West AI oder WestAI ein KI-Servicezentrum des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme aus Sankt Augustin bei Bonn, das mit dem Forschungszentrum Jülich eng bei KI zusammenarbeitet.

Data Science und Künstliche Intelligenz

Data Science, seltener Datenwissenschaft, sucht Antworten und Lösungen auf praktische Herausforderungen und Forschungsfragen in ganz unterschiedlichen Bereichen: Frühe Anwendungsfelder waren das Online-Marketing und der Online-Verkauf (Vorreiter hier natürlich: Amazon); doch heute setzen Unternehmen und andere Organisationen es in einer Vielzahl von Branchen und Bereichen ein, da fast überall große Datenmengen (Big Data) anfallen – eine wesentliche Voraussetzung von Data Science.

So finden wir Data Scientists – und Data Engineers als Experten für Datenarchitekturen, -speicherung, -transformation – beispielsweise in der Logistik, bei Finanzunternehmen, in der Medizin- und Pharmabranche, in der Industrie und im Human Resource Management (hier oft People Analysten bezeichnet).

Und natürlich sind sie auch im Bereich der Generativen Künstlichen Intelligenz mit ihren Large Language Models zum Training und zur Verbesserung ihrer Vorhersagen, Antworten und Ergebnisse die wichtigste Berufsgruppe.

Machine Learning, Statistik und digitale Assessments

Doch auch wenn heute viele Menschen und Medien mit Künstlicher Intelligenz fast nur Deep Learning mittels künstlicher neuronaler Netze verbinden, so umfasst Machine Learning viel mehr Ansätzen und, je nach Sichtweise, auch klassische statistische Methoden wie die Korrelations- und Regressionsanalyse, die Faktorenanalyse und multivariate Verfahren (z.B. die partielle Korrelationsanalyse mit mehren Prädiktorvariablen, die ich in meiner Diplomarbeit zur Modellierung und Prognose von Burnout bei Teamleitern im Call Center einsetzte).

Event-Tipp 2: Die Startup Woche Düsseldorf und das Future Tech Fest 2025 finden in der Woche zuvor vom 08. bis 12.09.2025 statt. Ich beteilige mich auch mit einer Veranstaltung zum digitalen Assessment im HRM mit Fokus auf Führungsstilen.

Diese bewährten Methoden sind seit mehr als 50 Jahren wichtige Werkzeuge zur Datenanalyse in der Wirtschaftspsychologie bzw. Arbeits- und Organisationspsychologie; beispielsweise zur Klärung der Fragen, welche Ursachen die Fluktuation in einem Unternehmen hat und wie man sie verringert werden, wie hoch die Arbeitszufriedenheit liegt und wie man sie fördert, oder wie man die Suche und Auswahl von Mitarbeitern und Führungskräften verbessert – datenbasiert vor allem mit Recruiting Analytics und digitalen Assessments im HRM.

Übrigens sind digitale Assessments auch wichtige Instrument:

  • zur Identifikation und Förderung von Talenten,
  • zur Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften,
  • zu beruflichen Orientierungen, Potenzialanalysen und Karriereberatungen – beispielsweise in Folge von Kündigungen, bei Transfergesellschaften und Outplacement-Beratungen.

Talent Analytics und Development Analytics werten dagegen, wie auch Recruiting Analytics und andere Bereiche von People Analytics (siehe unten), Daten auf einer höheren Ebene und von einer Vielzahl von Personen aus – und beziehen weitere Unternehmenszahlen und externe Daten mit ein. Beispielsweise die Kosten und den finanziellen Gewinn von Maßnahmen, um den Return On Investments (ROI) zu berechnen oder Umsatz- und Verkaufszahlen nach einem Training in Kundenorientierung und sozialer Kompetenz. Ein Ansatz, der immer stärker von HR Professionals verfolgt wird, da er die Kosten von Prozessen senkt und deren Effizienz steigert! Übrigens: Solche Kosten-Nutzen-Rechnungen gibt es auch für den (zusätzlichen) Einsatz digitaler Assessments mit psychometrischen Tests: Diese Berechnungen zeigen, dass die Kosten für deren Einsatz weitaus geringer sind, als der sich ergebende geldwerte Nutzen z.B. in Form höherer Leistungen der mit Unterstützung der Tests ausgewählten besseren Kandidaten.

People Analytics und Google

Heute haben sich hierzu die Begriffe People Analytics und HR Analytics eingebürgert, statt HR Data Science. Die Gründe dafür liegen in ihren Ursprüngen im HR- und Personalcontrolling, in der Arbeits- und Organisationspsychologie und im Human Capital Management.

Sowie im Projekt Oxygen von Google, das in den Nullerjahren aufgrund seines damaligen rasanten Wachstums datenbasiert herausfinden wollte, welche Merkmale einen guten Manager und eine gute Führungskraft auszeichnen – und in der Folge den Begriff People Analytics prägte und in den USA verbreiteten: Siehe hierzu das Buch Work Rules von Laszlo Bock, dem ehemaligen Vice President People Operations von Google und Mitgründer sowie Ex-CEO von Humu; ein HR Tech Unternehmen, dass 2023 von Perceptyx gekauft wurde.

Wie können Sie mehr aus Ihren HR-Daten machen?

Sprechen Sie mich an, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie mehr aus Ihren HR-Daten machen, neue HR-Daten erheben (z.B. mit digitalen Assessments psychologischer Merkmale von Personen, Gruppen, Arbeitstätigkeiten oder Organisationen) – und dadurch Ihre HR-Prozesse verbessern.

Vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Online-Meeting, in dem wir erste Fragen klären, wie ich Ihnen bei der Lösung Ihrer speziellen HR-Herausforderung helfen kann: Mit People Analytics, Künstlicher Intelligenz oder digitalen Assessments im HRM. Buchen Sie Ihren Termin einfach hier oder nutzen Sie diesen Link für weitere Gesprächsangebote: https://meet.brevo.com/stefan-klemens

Ich freue mich, Sie und Ihre HR-Herausforderung kennen zu lernen!

Herzliche Grüße, Stefan Klemens

Links

Supercomputer JUPITER
https://www.fz-juelich.de/de/jupiter

Jülich LLM Day 2025 am 18.09.2025
https://www.fz-juelich.de/de/ias/jsc/aktuelles/termine/2025/juelich-llm-day

Pressemitteilung zu JUPITER
https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2025/supercomputer-jupiter-erreicht-rekord-rechenleistung-in-europa

Videos zu JUPITER
https://www.youtube.com/watch?v=vVUFIrY-_xg&t=185s
https://www.fz-juelich.de/de/newsroom-jupiter/jupiter-videos

Hersteller Eviden und Muttergesellschaft Atos SE
https://eviden.com/de-de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Atos_SE

Top Liste der Supercomputer
https://top500.org/lists/top500/2025/06/

u-form Testsysteme und West AI
https://www.testsysteme.de/ki
https://westai.de/
https://westai.de/presse/erste-forschungskooperation-ki-als-pruefungshelfer/

People Analytics, Data Science und KI im HRM
https://www.schorberg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/People_Analytics
https://de.wikipedia.org/wiki/Data_Science
https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Kuenstliche-Intelligenz-im-Personalwesen

Google, Laszlo Bock und Project Oxygen
https://hbsp.harvard.edu/product/313110-PDF-ENG
https://t3n.de/news/google-beste-chefs-projekt-oxygen-1172456/
https://en.wikipedia.org/wiki/Laszlo_Bock
https://www.amazon.de/Work-Rules-Google-arbeiten-ver%C3%A4ndert/dp/3800650932/
https://www.perceptyx.com/

Digitales Assessment im HRM
https://www.digitalassessment.de/
https://startupweek-dus.com/de/event/digitales-assessment-im-human-resource-management-fuhrung-von-mitarbeitern/
https://de.wikipedia.org/wiki/Online-Assessment

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Wissen & Weiterbildung

Fachbücher 2025: Künstliche Intelligenz für die Arbeit von Rheinwerk

Der Beitrag stellt drei Bücher zur Künstlichen Intelligenz für die Arbeit des Rheinwerk Verlags aus Bonn vor. Dieser hat sich seit seiner Gründung 1999 als Fachverlag für IT, SAP (inkl. HRM), Fotografie, Graphik & Design sowie Online-Marketing etabliert. Das Unternehmen ist seit 2021 Teil des Medienunternehmens Heise Gruppe (u.a. c’t Magazin, Telepolis) und firmierte bis 2015 unter Galileo Press (Quellen: Ende).

Vorwort

Der Beitrag stellt drei ausgewählte Titel zum Thema Künstliche Intelligenz aus dem Rheinwerk Verlag vor, die die eigene Arbeit und das Unternehmen unterstützen sowie seit 2024 neu oder in neuer Auflage erschienen sind.

Tipp: Nur noch bis Sonntag, 27. April 2025, gibt es alle deutschsprachigen Bundles aus Buch & E-Book zu einem reduzierten Preis – d.h. man spart bei den von mir angesehenen und den beiden von mir gekauften Werken fünf Euro.

Doch ob man diese verlängerte Osteraktion nun nutzt oder nicht, ein Blick auf die Webseiten von Rheinwerk hilft stets beim Vergleich und der Auswahl von Büchern zu den oben genannten Themen aus dem riesigem Angebot zahlreicher Autoren und Verlage.

Ein weiterer Tipp und ggf. Gegenstand eines zukünftigen Newsblogartikels: Die Bücher aus dem Verlag O’Reilly sowie dessen deutschsprachige Werke werden übersetzt und in Deutschland vertrieben durch den dpunk.verlag, der ebenfalls seit 2001 Teil der Heise-Gruppe ist und geschäftlich durch den Rheinwerk-Verlag vertreten wird, wie ein Blick in dessen Impressum zeigt.

Was ist noch gut bei Rheinwerk? Die Openbooks des Verlags: Ausgewählte Titel z.B. zu Webdesign, Python 3, Linux oder das IT-Handbuch für Fachinformatiker (nicht nur für diese interessant) gibt es dort kostenfrei online zu lesen.

Und wer sich für SAP, Human Resources Management und Analytics interessiert, für den gibt es bei Rheinwerk Bücher wie: SAP Personalwirtschaft, SAP SuccessFactors zum Human Capital Management (HCM) oder zu Themen wie Personalabrechnung oder Zeitwirtschaft. Mehr: In dieser Übersicht zur SAP Personalwirtschaft finden sich aktuell 30 Titeln – 18 davon in englischer Sprache.

Drei Fachbücher zur Künstlichen Intelligenz von Rheinwerk

Nach dieser Einführung komme ich nun zu drei ausgewählten Fachbüchern zur Künstlichen Intelligenz für die Arbeit, die der Rheinwerk Verlag neu oder als neue Auflage seit 2024 veröffentlicht hat. Hier ist für fast alle beruflichen und unternehmerischen Anwendungsziele mindestens ein Buch bzw. ein Buchkapitel (meist mehrere) dabei.

Wenig berücksichtigt: Data Science

Was bleibt in diesem Beitrag außen vor? Explizite Fachbücher von Rheinwerk zum Bereich Data Science, zu dem die Grundlagen der Generativen KI gehören: Maschinelles Lernen sowie Neuronale Netze bzw. Deep Learning. Für diese Themen gibt es zahlreiche Fachbücher, natürlich auch aus anderen Verlagen: gute wie weniger gute, kurze bis lange, von Originalwerke deutschsprachiger Autoren oder Übersetzungen aus dem Englischen, einführende und spezielle Werke.

Wobei diese Einschränkung nicht ganz richtig ist, denn das dritte vorgestellte Buch von Metin Karatas fokussiert sich auf die Programmierung von KI-Anwendungen u.a. mit Python, Jupyter Notebook und der Data Science Plattform KNIME. Doch wie so oft im Leben, lassen sich viele Dinge nicht klar trennen.

Weitere Bücher und Listen zu KI und Data Science finden sich in meinen vergangenen Newsblog-Artikeln wie hier, hier und hier – ansonsten hilft selbstverständlich eine Recherche auf dem Internetportal Deiner Wahl. Und: Eine Liste von Februar 2024 mit Fachbüchern zu HR Tech und People Analytics findest Du hier.

Mein Schwerpunkt in diesem Newsblog-Artikel liegt auf Praxisbüchern zum Hintergrund und Einstieg in die sowie ein wenig auch auf die Weiterentwicklung der Generative Künstliche Intelligenz (Gen KI bzw. GenAI). Bücher, die den Leser motivieren und befähigen, in die spannende Welt der Erstellung vor allem von Texten und Bildern, Musik und Tönen, Videos und Software-Programmen einzutauchen.

Los geht’s!

Andreas Berens & Carsten Bolk (2024). Content Creation mit KI (2. Auflage)

Foto: Rheinwerk Verlag (eingebettet)

Beschreibung:

Die 508 Seiten starke zweite Auflage des Buches liegt seit Juli 2024 im Rheinwerk Verlag vor und dient als Arbeitsbuch zur Erstellung von Inhalten mit verschiedenen Modellen und Tools wie ChatGPT, Copilot, Claude, Midjourney, DALL-E und DeepL Write. Die Zielgruppe sind Profis, die KI im Marketing, in Redaktionen und Journalismus sowie deren Einführung in Unternehmen nutzen wollen – geschrieben ebenfalls von zwei Marketing- und Medienfachleuten.

In 14 Kapitel erfährt der Leser fast alles, was generative Künstliche Intelligenz kann und wie man diese am besten nutzt. Themen wie: KI als Inspirationsmaschine, Prompting, Texte, Bilder, Audio und Musik, Video, KI-Design-Plattformen, Content-Marketing, Storytelling, neue Kreativberufe, KI und Recht, Leitlinien für die Einführung und Einsatz.

Bewertung, Formate und Preis:

Mit im Schnitt 4,6 von 5 Punkte aus 67 Bewertungen bei Amazon zeigt sich, dass die meisten der Bewerter dem Buch eine sehr gute Note geben (92 von 100 %). Das Werk liegt als broschiertes Buch sowie als E-Book vor und kostet in beiden Formaten 34,90 Euro (bis 27.04.2025: beide im Bundle für 34,90 Euro). Das Buch ist in schwarzweiß gedruckt, während das E-Book farbige Abbildungen enthält.

Weiterführende Informationen:

Auf der Verlagsseite zum Buch gibt es das Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe als PDF. Weiter finden wir dort unter Materialien drei komprimierte Dateien zum Download.

Fazit:

Ich habe mir das Fachbuch von Berens und Bolk im Bundle Mitte April 2025 gekauft. Warum? Zwar kenne ich schon einiges über KI, habe diverse Tools bereits ausprobiert und nutze einige regelmäßig (vor allem zu Bilderstellung; Tipp: Stable Diffusion, z.B. hier als kostenfreie online nutzbar), doch man lernt ja nie aus – und für die Zukunft möchte ich weitere Inhalte zu meinen Foki auch in anderen Formaten erstellen und das Potenzial von Gen KI für die Datenanalyse mit Python auch für People & HR Analytics Projekte noch besser nutzen: Denn auch viele Plattformen hierzu basieren u.a. auf Open Source Tools wie diesen.

Plus: Mit beiden Versionen kann ich je nach Situation und Ort die Inhalte flexibel als gedrucktes Buch im Factory Campus Düsseldorf als auch elektronisch überall für meine Arbeit nutzen.

Rainer Hattenhauer (2024). ChatGPT & Co.: Wie du KI richtig nutzt – schreiben, recherchieren, Bilder erstellen, programmieren (2. Auflage)

Foto: Rheinwerk Verlag (eingebettet)

Beschreibung:

Eine Buchliste zur Künstlichen Intelligenz ohne ChatGPT fehlte etwas – nicht weil die Software die generative KI seit 2023 populär gemacht hat, sondern weil sie regelmäßig mit neuen Funktionen sowie Versionen erscheint und der Marktführer ist.

Rainer Hattenhauer als Autor einer Reihe von IT-Büchern zeigt in diesem Workbook zum Beispiel, was generative KI ist, wie man am besten mit ihr spricht (Prompting), wie intelligente Textverarbeitung geht, wie KI in Bildung und Wissenschaft hilft, wie Bild-, Sprach-, Musik- und Videoerstellung läuft und wie KI das Programmieren verbessert.

Auch KI und ChatGPT als persönliche Assistenten und Unterstützer im beruflichen Bereichen wie Handwerk, Eventmanagement, Jura, Medizin und im Büro sowie im Privatleben sind Themen zweier Kapitel. Für Fortgeschrittene ist Kapitel 8 mit Tipps, Tricks und Hacks zu ChatGPT, für Zukunftsinteressierte das Schlusskapitel 9.

Das Buch liegt seit Dezember 2024 in der 2. Auflage vor und umfasst neun Kapitel auf 407 Seiten in Farbe (sowohl als Druck als auch das E-Book).

Bewertung, Formate und Preis:

Mit im Schnitt 4,6 von 5 Punkte aus 16 Bewertungen bei Amazon zeigt sich, dass die meisten der Bewerter dem Buch eine sehr gute Note geben (92 von 100 %). Das Werk liegt als broschiertes Buch sowie als E-Book vor und kostet in beiden Formaten 24,90 Euro (bis 27.04.2025: beide im Bundle für 24,90 Euro).

Weiterführende Informationen:

Auf der Verlagsseite zum Buch gibt es das Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe als PDF sowie unter Materialien eine komprimierte Datei zum Download, die die im Buch genannten Prompts inklusive der Antworten enthält.

Fazit:

Ich habe mir dieses Fachbuch von Rainer Hattenhauer im Bundle Mitte April 2025 zusammen mit obigen Werk gekauft. Warum? Die Gründe sind ähnlich wie zuvor, doch trotz einer Reihe von inhaltlichen Gemeinsamkeiten gibt es hier jedoch einige Kapitel, die in »Content Creation mit KI« fehlen. Zudem bietet es einen anderen Blickwinkel auf Generative KI und scheint durch den beruflichen Hintergrund des Autors als Gymnasiallehrer didaktisch besser. Auch der Preis stimmt.

Plus wie oben: Mit beiden Versionen kann ich je nach Situation und Ort die Inhalte flexibel als gedrucktes Buch im Factory Campus Düsseldorf als auch elektronisch überall für meine Arbeit nutzen.

Metin Karatas: Eigene KI-Anwendungen programmieren

Foto: Rheinwerk Verlag (eingebettet)

Beschreibung:

Oft sind alle guten Dinge drei – so auch in dieser Übersicht. Das letzte Buch von Metin Karatas geht tiefer in die Grundlagen und Nutzungsmöglichkeiten der Generativen Künstlichen Intelligenz und darüber hinaus.

Im Fokus des Werks steht das Programmieren und die Datenanalyse für eigene KI-Anwendungen laut Titel. Auch mit Unterstützung von generativer KI wie ChatGPT und DALL-E.

Aufbauend auf Python als der Programmiersprache für KI und den Data Science Tools Jupyter Notebook, Anaconda und KNIME geht das Buch in den folgenden Kapitel ans Eingemachte der KI wie: Künstliche neuronale Netze, Entscheidungsbäume, Anomalieerkennung, Bild- und Textklassifizierung, Clusteranalyse, Reinforcement Learning, Genetische Algorithmen. Weitere Kapitel: AutoKeras, Visuelle Programmierung mit KNIME, ChatGPT & GPT-4 sowie DALL-E 2 und 3.

Das Buch liegt seit Januar 2024 in der 1. Auflage vor und umfasst 16 Kapitel inklusive einen Anhang mit Lösungen auf 450 Seiten; Schwarzweiß als Druck und farbig als E-Book.

Bewertung, Formate und Preis:

Mit im Schnitt 4,4 von 5 Punkte aus 16 Bewertungen bei Amazon zeigt sich, dass die meisten der Bewerter dem Buch eine gute Note geben (88 von 100 %). Das Werk liegt als broschiertes Buch sowie als E-Book vor und kostet in beiden Formaten 29,90 Euro (bis 27.04.2025: beide im Bundle für 29,90 Euro).

Weiterführende Informationen:

Auf der Verlagsseite zum Buch gibt es das Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe als PDF. Weiter finden wir dort unter Materialien drei komprimierte Dateien zum Download.

Fazit:

Ich habe mir das Buch letztes Jahr bei einer ähnlichen Bundle-Aktion des Rheinwerk Verlags als gedrucktes Buch und E-Book gekauft. Mein Fokus lag und liegt dabei auf möglichen Projekten mit der spannenden und verbreiteten Data Science Software KNIME. Auch fand ich die anderen Tools, mit denen ich bereits Erfahrung habe, als Grundlage für die Programmierung von KI-Anwendungen wichtig. Zudem bietet es eine praxisorientierte Einführung in wichtige Data Science Grundlagen und Algorithmen, die mit den Übungen am Ende eines Kapitels vertieft und selbständig angewendet werden können. Wer tiefer in die Anwendung von KI und in das Data Science einsteigen möchte oder eine Auffrischung sucht, sollte dieses Buch einmal in die Hand nehmen.

Abschluss

Drei Bücher zur Künstlichen Intelligenz für die Arbeit stellte ich in diesem Artikel vor – Der Rheinwerk Verlag bietet natürlich noch weitere und mehr als 20 Titel zu diesem Bereich, die hier und hier zu finden sind. Spannend und für die berufliche Praxis besonders relevant finde ich hier: KI für Kreative (2024, 2. Auflage) von Jenny Habermehl, Websites entwickeln mit KI von Jens Jacobsen (2025) und KI und Video (2025) von Markus Müller-Hahnefeld, erhältlich ab 10.10.2025.

Quellen

Wikipedia: Rheinwerk Verlag:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinwerk_Verlag

Wikipedia: Heise Gruppe
https://de.wikipedia.org/wiki/Heise_Gruppe

Heise: Galileo Press heisst jetzt Rheinwerk Verlag
https://www.heise.de/news/Galileo-Press-heisst-jetzt-Rheinwerk-Verlag-2516518.html

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Events Veranstaltung

People, Tech & Business: 8 ausgewählte Events bis Juni 2025

In meinem gestrigen Beitrag wies ich auf spannende regionale People bzw. HRM, Tech & Business Events hin –heute folgt nun eine zusammenfassende Liste mit diesen und weiteren spannenden Veranstaltungen: von lokal bis international.

Auch wenn nicht jeder, auch ich nicht, alle oder auch nur die meisten besuchen kann, so sind die Themen, Redner, Organisationen und Hintergründe eines Events interessant – um zu erfahren, was Wirtschaft, Arbeit und Mitarbeiter bewegt und welche Technologien andere Unternehmen einsetzen. Los geht’s!

23. bis 24. April 2025: HR Technologies, London
Kontakt: Nicki Morris & Lauren Smith
https://www.hrtechnologies.co.uk

24. April 2025: Industry Tech Innovation Night, Neuss
Kontakt: Peter Hornik & Marina Krawczack
https://www.eventbrite.de/e/industry-tech-innovation-night-zukunftsfahige-industrie-tickets-1112867579889

29. bis 30. April 2025: People Analytics World, London
Kontakt: Barry Swales
https://www.peopleanalyticsworld.com/2025-london

05. bis 06. Mai 2025: HR Barcamp bei sipgate, Düsseldorf
Kontakt: Carina Visser, Jacqueline Rahemipour & Thu Pakasathanan
https://www.eventbrite.com/e/hr-barcamp-bei-sipgate-tickets-1119598502259

09. Mai 2025: Schicht im Schacht: Die Recruiting-Konferenz im Ruhrgebiet, Duisburg
Kontakt: Marcel Rütten
https://schichtimschacht.info

22. Mai 2025: Ladies Night @ Stadtwerke Düsseldorf: Frauen in Führungspositionen, Düsseldorf
Kontakt: Birgit Winter
https://www.eventbrite.com/e/ladies-night-stadtwerke-frauen-in-fuhrungspositionen-tickets-1305754810789

27. Mai 2025: HIRE ABEND: ROI, AI & Likör mit Ei, Düsseldorf
Kontakt: Dimitri Knysch
https://cammio.com/de/events/hire-abend-roi-ai/

26. Juni 2025: Coffee & Connect: Nachhaltigkeit, Wuppertal
Kontakt: TAW. | Technische Akademie Wuppertal e.V.
https://www.taw.de/events/coffee-connect-nachhaltigkeit

Diese Liste ist eine subjektive Auswahl, denn es gibt noch viel mehr Veranstaltungen zu People, Tech & Business bis zum Sommer, wie: VKU-Personalforum, Wirtschaftsforum Düsseldorf, Zukunft Personal Süd, LEARNTEC & New Work Evolution, Agile HR Conference, Kienbaum People Convention, TALENTpro, HRpepper Hoffest, EMBRACE.Festival, Personalmanagementkongress sowie WORK IN PROGRESS.

Und wer sich für die Anwendung von KI & Data Science in Unternehmen interessiert, dem stehen viele weitere Veranstaltungen offen! (z.B. BARC: Data Festival; Bitkom: Events; vgl. zu KI-Events diese Liste von Marion Bachmann; data:unplugged Festival; Deutscher KI Monat mAI 2025).

Es gab Zeiten, da waren Treffen nur online möglich – doch der persönliche Austausch, das Schauen in die Augen, der Druck einer Hand, das Erleben der Atmosphäre vor Ort, sind bislang nicht ersetzbar (auch wenn Augmented & Virtual Reality hieran arbeiten; Stichwort: Immersion); und sollten es vielleicht auch nicht, denn manchmal bringt auch die reale Reise neue Erfahrungen.

Welches Event steht dick unterstrichen in Deinem (virtuellem) Kalender? In jedem Fall wünsche ich Dir eine tolle Zeit dort! Und danke den Organisatoren und allen Beteiligten für Ihren Einsatz, der nicht immer finanziell oder menschlich angemessen gespiegelt wird.

Herzliche Grüße, Stefan Klemens

PS: Dir gefällt mein Beitrag? Dann like ihn doch – oder besser: Schreib‘ doch ein paar nette Worte als Kommentar. Danke! Und: Vernetzen = Informiert und im Austausch bleiben. 🙂 💁‍♂️ 🌳

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Veranstaltung

Rückblick: Direct-to-Talent-Azubi-Summit bei talentsconnect

Die talentsconnect AG, ein Technologieunternehmen fokussiert auf das Human Resource Management (HRM) bzw. People & Culture, lud zusammen mit cammio (Video Recruiting) am 3. April 2025, zum Direct-to-Talent-Azubi-Summit nach Köln ein.

Rund 50 HR-Professionals tauschten sich über Herausforderungen und Lösungen der Berufsausbildung aus und erlebten Praxisbeispiele von Coca-Cola, ATU und Ernstings’s family. Das Treffen startete mit einer Keynote des Gastgebers zum D2T-Ansatz und schloss mit Künstlicher Intelligenz als Hilfe zur Rekrutierung von Auszubildenden.

Hinweis: Hier geht es zum dazugehörigen Post auf LinkedIn und unter diesem zum kurzen Quiz bezüglich des hier beschriebenen Events. Stichwort: Wer und wo bin ich?

Banner zum Direct-to-Talent-Azubi-Summit auf den Monitoren. Foto: SK, Design und Fotos der Personen: talensconnect AG und jeweilige Rechteinhaber.

Anreise und Gründe

Köln am 3. April 2025 morgens mit Blick von der Zoobrücke in Richtung Süden. Foto: SK

An einem sonnigen Dienstag morgen reiste ich mit dem Zug von Solingen nach Köln zur talentsconnect AG im nördlichen Stadtteil Nippes zum Direct-to-Talent-Azubi-Summit. Warum? Drei gute Gründe in Stichworten:

  • Positiver Eindruck vom Unternehmen durch mehrere Personen und Mitarbeiter, u.a. durch die Hire Abende von cammio in Düsseldorf. [Tipp: Am 27. Mai 2025 folgt das nächste Event zum Thema ROI (Return of Investment), KPIs (Key Performance Indicators) und KI; mehr dazu unten]. Und: Auf der Website von talentsconnect sah ich mit Tim Mois im Aufsichtsrat eine Verbindung zu einem Düsseldorfer Unternehmen, das ich seit über 10 Jahren kenne und mehrfach besucht habe: sipgate (und wo ich Anfang Mai 2025 zum HR Barcamp wieder bin).
  • Mein Fokus auf HRM und Tech mit People Analytics und digitalem Assessment von Kompetenzen, z.B. für das Recruiting oder die Entwicklung von Auszubildenden, Mitarbeitern und Führungskräften – also eine inhaltliche, zahlen- und datenbasierte Verbindung zu talentsconnect und den Teilnehmern.
  • Das Interesse am und Beiträge zur Berufsausbildung durch psychometrische Tests zur Messung von Kompetenzen sowie meine mehrjährige freie Mitarbeit für die u-form Testsysteme: Zum Beispiel die Entwicklung einer Skala zur Erfassung von Neugier und eines Online-Postkorbs zur Messung der Leistungsfähigkeit sowie die Überarbeitung eines berufsbezogenen Tests zu sozialen und persönlichen Kompetenzen.

Und natürlich, für einen gebürtigen Düsseldorfer mit Wohnsitz in Hilden, vielleicht ungewöhnlich: Zwar kenne ich einige Ecken von Köln, doch der nördliche Teil der Metropole war bislang ein blinder Fleck auf meiner mentalen Landkarte und in meinem emotionalen Gedächtnis. Und als wissbegieriger Mensch strebe ich danach, solche Lücken, wenn es geht, zu schließen!

Und objektiv gesehen: Auch Köln ist (wie Münster, siehe meinen letzten Newsblog-Artikel) immer eine Reise wert! So führte meine weitere Anreise auch nicht über den bekannten Kölner Hbf, sondern über Köln-Mühlheim und den Wiener Platz über den Zoo nach Köln-Nippes; wo ich nach einem kurzen Fußweg von der Bushaltestelle schließlich die Niehler Straße 104 und dessen Gebäude B mit talensconnect auf der 2. Etage erreichte – übrigens ein Teil des so genannten Clouth Quartiers, welches deren Macher auf dem Gelände einer ehemaligen Gummiwarenfabrik entwickelten (vgl. vorherige Fotos von SK).

Zum Programm

Doch genug der Vorrede und hinein in die Personen, Unternehmen und Inhalte des Tages:

  • Ab 9 Uhr öffneten sich die Räume für die Teilnehmer, die sich in wachsender Zahl bei Kaffee, kühlen Getränken, Croissants und Teilchen austauschten. Auch ein Schüler aus der 7. Klasse war dabei (Boys‘ Day 2025) – sowie eine Person der Zielgruppe, um die es ging: Eine Auszubildende eines Wuppertaler Unternehmens!
  • 10 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch Raúl Karkkonen (talentsconnect) und Dimitri Knysch (cammio)
  • 10.30 Uhr: Mark-Christian Schmidt von talentsconnect über Ausbildungsrecruiting in der Krise
  • 11 Uhr: Workshops mit Natali Dauer und Jens Bielmann von Coca-Cola sowie Katja Göller von A.T.U Auto-Teile-Unger.
  • 12.15 Uhr: Mittagspause
  • 13.15 Uhr: Workshops mit Janin Swigoniak von Ernsting’s family sowie erneut Katja Göller von A.T.U Auto-Teile-Unger (diesmal zur D2T-Strategie).
  • 14.30 Uhr: KI & Ausbildungsrecruiting mit Maximilian Mösch von Roover
  • 15 Uhr: Verabschiedung und Networking

Start

Los ging es für mich mit einer netten Begrüßung am Eingang, einer Stärkung mit Kaffee und Teilchen und einem Rundgang durch die hippen Räume von talentsconnect mit verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten wie Telefonzellen und der Veranstaltungsfläche für Events. Und guten Gesprächen mit anderen Teilnehmern.

Raúl Karkkonen von talentsconnect moderierte ab 10 Uhr kompetent, konsequent (Zeit!) und mit der notwendigen Portion Humor den Tag – ein zentraler Faktor jeder Live-Veranstaltung (Foto: SK). Mit auf der Bühne bei der Eröffnung: Co-Host Dimitri Knysch von cammio: Den Video Recruiting Experten aus mit deutschem Sitz in Düsseldorf.

Keynote von Mark-Christian Schmidt von talentsconnect: Ausbildungsrecruiting in der Krise

Inhaltlich führte Mark-Christian Schmidt danach, der Chief Innovation Officer von talentsconnect (Foto: SK), die Teilnehmer auf eine faktenfreudige Fahrt zu den Kosten und Nutzen einer Berufsausbildung im zeitlichen Verlauf: Von den Kosten unbesetzter Stellen und damit möglichen Umsatzverlusten, über das Recruiting und Onboarding zu den Leistungserträgen der Auszubildenden.

Zwei Herausforderungen für HR-Professional in Zahlen: Stellenabbau und Fachkräftemangel. Foto: SK

Mark präsentierte ihr Return-on-Investment-Modell hierzu, fütterte es mit einer Reihe von Zahlen und Kurven und zeigte, dass sich die Investitionen in eine Ausbildung meist schneller lohnen, als viele Verantwortliche und Mitarbeiter in Unternehmen sich vorstellen – Wobei es bei den von ihm präsentierten Werten natürlich eine hohe Streuung gibt zwischen verschiedenen Ausbildungsberufen und Branchen bezüglich der Frage, wann die eingestellten Azubis Geld für ein bestimmtes Unternehmen erwirtschaften.

Auszubildende generell als Kostenträger? Nein, laut Marks Zahlen: Denn im Schnitt erwirtschaften sie über 54.000 Euro pro Jahr! Foto: SK

Während im Einzelhandel ein Auszubildender recht rasch und kräftig mit anpackt, Waren verräumt und kassiert und damit die Kollegen spürbar und schnell entlastet sowie zum Gewinn des Händlers beiträgt, ist dies z.B. bei einem IT-Azubi erst nach einer längeren Zeit der Fall. Sprich: Der Return on Investment (ROI) zeigt sich deutlich später.

Return-on-Investment-Modell für Mitarbeiter im Zeitverlauf (Talent Lifetime Value): Die Umsatzbeteiligung (Y-Achse, hier verdeckt von Marks Arm) steigt nach dem Onboarding (links unten in Orange) steil an und flacht dann über die betrachteten Arbeitstage (X-Achse) bis zum Erreichen voller Produktivität ab. Zu Beginn und auch noch vor der Einstellung gibt es Kosten für einen (möglichen) Mitarbeiter wie Vakanzkosten (z.B. Umsatzausfall), Rekrutierungskosten, Einarbeitungskosten und das natürlich das Arbeitsentgelt. Ab einen Zeitpunkt (erster Tag positiver Deckungsbeitrag) deckt die Arbeitsleitung des Mitarbeiters nicht nur diese Kosten, sondern erhöht auch den Umsatz des Unternehmens kontinuierlich. Hinweis: Mark präsentierte hierzu anschließend Zahlen für die Ausbildung. Hinweis: Siehe Whitepaper für mehr (Quelle im Text). Foto: SK.

Mark präsentierte in seiner Keynote ausgewählte Bereiche des D2T-Ansatzes als innovative HR-Strategie von talentsconnect und den beteiligten Unternehmen gemünzt auf die Berufsausbildung. Ich kann diesen Direct-to-Talent-Ansatz in diesem Rückblick aus Zeit- und Zielgründen nur kurz anreißen und empfehle dem interessierten Leser (wie immer in meinen Texten: Jedes Geschlecht ist gemeint) das im Februar 2025 von talensconnect publizierte und von 13 Autoren verfasste Whitepaper »Wie HR als Profit Center agiert«.

Es beschreibt anhand von fünf Dimensionen, wie Unternehmen und HR-Professionals angesichts einer Reihe von Herausforderungen das Recruiting und andere HR bzw. People & Culture Bereiche das Augenmerk auf den Nutzen und den Gewinn ihrer Arbeit legen muss. Diese Dimensionen sind:

  1. Return on Investment (ROI) als Leitprinzip: Investitionen mit messbaren Erfolg statt Kostensicht
  2. Effektive HR-Strategie: Abgeleitet von der Unternehmensstrategie als datengetriebener Ansatz
  3. HR als Spezialeinheit: Schwerpunkt auf wertschaffenden Rollen und zielgesteuerte interne und externe Ressourcen
  4. Effizienzsteigerung durch Automatisierung und KI
  5. Auswahl der richtigen Partner und Tools: Steuerung statt Abhängigkeiten von Softwareanbietern, Jobportalen und Dienstleistern

Quelle: talentsconnect (Hrsg.). (2025). Whitepaper: Wie HR als Profit Center agiert. Köln: talentsconnect AG.

Der Autor bei der Lektüre des Whitepapers von talensconnect einige Tage nach der Veranstaltung auf der Terrasse des Factory Campus in Düsseldorf. Foto: SK

Und hier erneut mein Tipp: Wer mehr zum D2T-Ansatz von Mark persönlich erfahren und ihn kennen lernen möchte, dem bietet sich beim nächsten Hire Abend in Düsseldorf bei cammio am 27. Mai 2025 dazu Gelegenheit: Denn er ist dort – neben Dennis Böcker von SmartRecruiters – einer der Referenten.

Ich sprach kurz in der Mittagspause mit Mark über sein Thema und hatte einige Fragen zur Prognose von HR- und Business-Daten als auch der Güte des verwendeten Modells: Insbesondere durch unvorhersehbare und unwahrscheinliche Ereignisse, die die Wirtschaft, das Business und somit das HRM beeinflussen, wie die zu dieser Zeit wechselnden Zollenscheidungen des US-Präsidenten und der damit verbundene zusätzliche starke und zusätzliche Druck auf den Export und Arbeitsplätze in Deutschland.

Auch interessant: Sein beruflicher Hintergrund bei Zalando und Viessmann im Bereich People Analytics und Data Science. Also die optimalen Voraussetzungen für seinen jetzigen Job bei talentsconnect als Chief Innovation Officer!

Workshop-Sessions

Drei der Workshop-Gestalter auf der Bühne nach ihren Pitches (von rechts): Jens Bielmann, Natali Dauer (beide Coca-Cola) sowie Katja Göller von A.T.U Auto-Teile-Unger. Foto: SK

Nach der Keynote gab es die ersten beiden Workshop-Sessions mit Praxisbeispielen: Natali Dauer, Senior Talent Acquisition Professional, und Jens Bielmann, Head of Talent Acquisition, von Coca-Cola sprachen über „Girls Wanted! Wie Coca-Cola weibliche Azubis für Blue-Collar-Jobs begeistern will“. Da ich diesen Workshop nicht besuchte, kann ich hierzu nichts schreiben – ich hörte jedoch von anderen Teilnehmern, dass Natali und Jens interessante Einblicke gaben, wie der Limonadenhersteller frische Wege beim Employer Branding beschreitet.

Workshop mit Katja Göller: ATU: Zwischen Innovation und Realität: Wie meistern wir die Herausforderungen gemeinsam?

Der Workshop mit Katja, Head of Talent Aquisition bei Auto-Teile-Unger, lieferte uns Teilnehmern spannende Einblicke in die Herausforderungen, Lösungen, Potenziale und Planungen in Bezug auf rund 1.200 Auszubildende. Eine „Challenge“ ist es, genug geeignete Bewerber für die Ausbildung zu Kaufleuten zu gewinnen – denn die Anzahl dieser liegt heute bei 50 Prozent (früher 20 : 80 gegenüber Mechatronikern).

Eine ihrer tolle Lösungen: Ausbildungsverträge ohne Medienbruch abzuschließen durch eine rechtssichere digitale Zustellung! Auch in Bezug auf die interne Kommunikation zeigte Katja eine erfolgreiche Richtung: Vertriebsleiter zu Botschaftern für andere Führungskräfte zu selbstgewählte HR-Themen machen.

Katja Göller von ATU. Foto: SK

Was mich mit meinem beruflichen Hintergrund und basierend auf empirischer Evidenz zur Vorhersagegüte von Ausbildungsleistungen natürlich besonders freute: Einstellungstests zur Kompetenzmessung sind bei ATU in Planung, um die Qualität der Prozesse und Ergebnisse der Ausbildung weiter zu steigern.

Ihr Fazit, das ATU Mantra: 1. Gehe als HR nicht davon aus, alle Wissen Bescheid. 2. Kenne deine HR Zahlen und handle analytisch. 3. Mache Betroffene/Zweifler zu Sparringspartnern, die HR supporten.

Workshop mit Janin Swigoniak: Ausbildung neu gedacht: Wie Ernsting’s Family mit der Teilzeitausbildung eine neue Zielgruppe an Talenten für die Zukunft des Einzelhandels gewinnt

Janin Swigoniak von Ernsting’s Family. Foto: SK

Im Workshop von Janin, Ausbildungsleiterin bei Ernsting’s Family, ging es um die Ausbildung in Teilzeit: Ein spezifisches Modell des Bekleidungsunternehmens für Damenmode mit über 1.900 Filialen und rund 12.500 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.

Doch das Modell der Teilzeitausbildung, seit 2017 praktiziert, passt zum Unternehmen, wie Janin an mehreren Beispielen von Personen und mit Zahlen unterlegt verdeutlichte. Denn auch die mehrheitlich weiblichen Beschäftigten und zu rund 90 Prozent jungen Mütter arbeiten in Teilzeit – und so kommt auch die Teilzeitausbildung den Bedürfnissen der im Schnitt deutlich älteren Auszubildenden entgegen.

Trotz vieler guter Ergebnisse, wie zum Ausbildungserfolg des Teilzeitmodells, schilderte Janin manche Herausforderungen, wie z.B. ausreichend qualifizierte Bewerber in großen Städten wie München zu finden – trotz einer übertariflicher Bezahlung. Teilzeitausbildung passt jedoch nicht zu jedem Unternehmen, wie die Referenten von Coca-Cola im Workshop von Janin berichteten. Der Grund: Schichtarbeit in der Produktion. Fragen aus dem Publikum und die Antworten von Janin bezogen sich u.a. auf das Anforderungsprofil sowie Auswahlkriterien wie Note und Fehlzeiten in der Schule.

Gespräch mit Jo Diercks

Vor der zweiten Runde Workshops sprach ich in der Mittagpause auch mit Jo Diercks von CYQUEST, der extra für diese Veranstaltung aus Hamburg angereist war – und selbst vor einigen Wochen mit seiner HREdge, die zum sechsten Mal im Business Club stattfand, ein einzigartiges HR-Format aus Workshops, Barcamp und Party kreiert hat (seinen Rückblick zu dieser Unkonferenz gibt es hier). Übrigens war Dimitri Knysch von cammio auch dort: Ein aktives Kerlchen, der Herr!

Jo Diercks von CYQUEST im Publikum. Foto: SK

Zwar seien die Vorbereitungen für die #HREdge immer intensiv und fordernd, so Jo, (und daher spielte er manchmal auch mit dem Gedanken, es sein zu lassen), doch die Freude der Teilnehmer, der Spirit und die Atmosphäre seien am Tag und danach immer so mitreißend, dass er und sein Team es dann doch wieder tun. Und Jo kennt ja zig HR-Events aus seiner über 20-jährigen Erfahrung als Gründer und Geschäftsführer von CYQUEST, als Speaker, Autor und Blogger – und weiß daher, wie ein Top-Event gemacht wird und nachwirkt!

Plus: Jo ist auch ein leidenschaftlicher Fan der Berufsausbildung, wie jeder weiß, der ihn und seine Arbeit kennt. Sein Rat hier: Besser eine gute handwerkliche Ausbildung, die in Zukunft trotz KI und Tech (doch auch mit KI und Tech wohl inkl. Exoskeletts und Hilfsroboter; Anmerkung von SK) den eigenen Arbeitsplatz sichern wird, als ein halbherziges Studium in einem Fach und einer Wissensaufgabe, die die immer besser werdenden Algorithmen und Programme besser, schneller und vor allem: billiger erledigen werden. Sein Beispiel: Das Gehalt von Softwareentwicklern gerät unter Druck durch die KI-gesteuerte Progammierung und No-Code / Low-Code Anwendungen.

Abschluss: Out-of the Box Impuls von Maximilian Mösch: KI und Ausbildungsrecruiting

Maximilian Mösch von Roover. Foto: SK

Zum letzten Teil des Azubi-Summits kamen alle Teilnehmer noch einmal vor der Direct-To-Talent-Stage im Plenum zusammen, um von Maxi, KI-Strategieberater bei Roover, Tipps zur Nutzung von KI im Ausbildungsrecruiting zu bekommen. Nach einer kurzen Übersicht zur Integration von Künstlicher Intelligenz in Bewerber-Matching-Systemen wie HeroHunt.ai oder Paraxox ging er auf die Grundlagen des Prompt Engineering ein und zeigte fünf KI-Tools für das Social Media Recruiting.

Im weiteren Verlauf seines Beitrags bastelte uns Maxi mit Gen-KI (Generative Künstliche Intelligenz) zum Ausbildungsrecruiting live mit Hilfe von ChatGPT-4o und weiteren Tools eine Social Media Strategie, ein passendes Foto sowie zwei Videos. Sein Fazit: KI muss Teil des Recruiting Prozesses werden – aber nicht überall. Und: 1. KI-Tools verändern unseren Arbeitsalltag; 2. Jede/r kann mit KI zum „Experten“ werden; 3. Es kommt trotzdem auf’s Menschliche an.

Abschluss und Abreise

Raúl und Dimitri beim Abschluss und Hinweisen für die nächsten Events. Foto: SK.

Danach fiel der nicht-vorhandene Vorhang der Bühne, der offizielle Teil des Azubi-Summits war zu Ende und Zeit zum persönlichem Austausch blieb – mit oder ohne Kölsch! Ich nahm eins und hatte noch einige gute Gespräche.

Bei fast sommerlichen Temperaturen ging es danach heimwärts: Diesmal zu Fuß durch das feierabendliche Nippes zum Ebertplatz, an dem ich noch durch einen plötzlichen Heißhunger eine Curry-Wurst verzehrte sowie vom jungen und geschichtsinteressierten Mitarbeiter etwas über die Geschichte dieses Ortes erfuhr.

Etwas müde, doch satt – auch durch neues Wissen und schöne Erfahrungen – verlies ich Kölle mit der Einsicht: Ich komme wieder!

Vielen Dank an alle Beteiligten, die diesen Tag ermöglichten, unterstützten und bereicherten!

Herzliche Grüße, Stefan Klemens

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Tipps und Links

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https://cammio.com/de

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https://cammio.com/de/events/hire-abend-roi-ai/

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