Lieber Gast,
fahren Sie auch am 18. September 2025 zu Jupiter? Natürlich nicht zum größten Planeten unseres Sonnensystems oder der Stadt im US-Staat Florida, sondern zum neuen und schnellsten Supercomputer in Europa im Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen. Diesen können die Teilnehmer anlässlich des Jülich LLM Day 2025 besichtigen – diesjähriges Motto: Vertrauenwürdige KI im Unternehmen nutzen.
Mit seiner unvorstellbaren Leistung von einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunden, was einer 1 mit 18 Nullen entspricht (also 1.000.000.000.000.000.000), erzielt die riesige Maschine auf einer Fläche von einem halben Fußballfeld eine Rekord-Geschwindigkeit von einem ExaFLOP* pro Sekunden – wodurch JUPITER den 4. Platz der weltweiten Superrechner erreicht. Dies entspricht der Leistung von rund 1 Million moderner Smartphones oder rund 650.000 Notebooks.
* Floating Point Operations per Seconds: Maß für die Leistungsfähigkeit von Computern
Weitere Fakten zu JUPITER und dem Jülich Supercomputing Centre
Schauen wir uns an und staunen, mit welchen weiteren Fakten der neue Supercomputer JUPITER und sein Betreiber aufwarten:
- Tausendfach höhere Rechenleistung als vorherige Supercomputer vor rund 10 bis 15 Jahren (Exaskala statt Petaskala).
- Herzstück: JUPITER-Booster mit 24.000 Grace Hooper Superchips von Nvidia.
- Speicherkapazität: 5 Petabyte (entspricht 1 Mio. moderner Smartphones oder 650.000 Notebooks).
- Lieferant: Eviden aus München (Tochterunternehmen der Atos-Gruppe.
- Kosten: Rund 500 Millionen Euro inklusive Betrieb für sechs Jahre.
- Energieeffizientester Supercomputer unter den 5. Top-Plätzen weltweit: 60 Milliarden Rechenoperationen pro Watt.
- Modularer Aufbau: Erweiterung möglich um Quanten- und neuromorphe Chips
- 6.000 Rechenknoten
- Größe und Fläche: 125 Rechenschränke (racks), 50 Containermodule, 3.600 qm = halbes Fußballfeld
- Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) im Forschungszentrum als Betreiber von JUPITER ist eines der drei leistungsstärksten Rechenzentren in Deutschland – neben denen in Garching (bei München) und Stuttgart.
Lust auf Videos zu JUPITER? Dann schaue Dir vom Forschungszentrum Jülich doch diese Website und diese Website an oder klicke auf folgendes, aus YouTube eingebettete Video!
Anwendungsbeispiele des neuen Supercomputers JUPITER
JUPITER steht für Joint Undertaking Pioneer for Innovative and Transformative Exascale Research und bietet Nutzungsmöglichkeiten für mehr als 100 anspruchsvolle Anwendungen für die Forschung und Industrie, wie:
- Die realistischere Simulation von Gehirnzellen, neuronalen Prozessen und des Gehirns mit seinen im Schnitt rund 86 Milliarden Nervenzellen – zentral z.B. für neue Therapien in der Medizin und natürlich dem tieferem Verständnis, wie unser Superorgan funktioniert.
- Die deutliche Verbesserung der Simulation und Vorhersage physikalischer Ereignisse wie des Wetters und Klimas mit Starkregen, heftigen Gewittern, Stürmen oder extremer Trockenheit – nicht nur für die Landwirtschaft unabdingbar.
- Die Simulation von Quantencomputern: Die mit Qubits statt Bits der bisherigen Computer (auch Supercomputern) arbeiten und so die Rechenleistung exponentiell ansteigen lassen werden – wichtig, da derzeitige Quantencomputer noch zu fehleranfällig sind, doch in naher Zukunft neue Möglichkeiten versprechen (z.B. neue Arten von Algorithmen).
- Künstliche Intelligenz: Das sehr schnelle Training und der Leistungsvergleich von Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Gemini, LLaMA, Claude (alle USA) oder Mistral (Frankreich) als größten KI-Modellen in wenigen Tagen – statt in Wochen oder Monaten. Spannend: Die Nutzung von JUPITER und anderen Supercomputern zur KI (und zu anderen Zielen) bietet das Forschungszentrum Jülich auch externen Interessenten, die nicht über die Ressourcen der größten Tech-Unternehmen verfügen, wie wir gleich sehen werden.
Jülich LLM Day 2025 am 18. September 2025
Und dieser letzte Punkt zur Künstlichen Intelligenz führt uns wieder zum 18. September 2025, an dem nämlich um 17 Uhr nicht nur eine Führung zu JUPITER im Forschungszentrum Jülich stattfindet, sondern vor allem ab dem späten Vormittag der Jülich LLM Day 2025, der diesen Besuch des neuen Supercomputers erst ermöglicht!

Dieser findet von 11.30 bis 18 Uhr im Jülich Supercomputing Centre (JSC) des Forschungszentrum Jülich unter dem Motto Vertrauenswürdige KI im Unternehmen nutzen statt; sein Programm gliedert sich in folgende Punkte:
- Ankunft, Infostände, Mittagessen
- Begrüßung
- Vertrauenswürdige und europäische LLMs
- KI-Angebote des Jülich Supercomputing Centre
- Use Cases: LLMs in Unternehmen von DeepL, kumo, u-form
- Panel Discussion
- Schlussworte
- Abschluss mit Führung (optional)
u-form Testsysteme, Künstliche Intelligenz und digitale Assessments
Doch was fiel mir beim Terminhinweis zum Jülich LLM Day 2025 aus dem KI-Newsletter des Startplatzes Düsseldorf zuvor auf? Der Name u-form! Warum? Für die u-form Testsysteme aus Solingen, die sich mit Ihren Angeboten auf die Ausbildung und das duale Studium fokussieren, war ich zwischen ab 2013 häufig freiberuflich im Bereich HR-Assessment mit Schwerpunkt psychometrische Testverfahren tätig (Hinweis: Professional Assessment = Berufseignungsdiagnostik). Also im Bereich digitale Assessments bzw. Online-Assessment.
Meine Projekte für u-form: Ich entwickelte, überarbeitete und begutachtete, neben einigen anderen Aufträgen, eine Reihe von psychometrische Tests sowie einen Online-Postkorb: die AZUBI-Box. Von 2020 bis 2022 entwickelte ich zwei Skalen zur Messung der Neugier bei Auszubildenden und des sozial erwünschten Verhaltens bei Antworten (Lügen-Skala) und überprüfte und verbesserte die Messinstrumente anhand der Daten von Schülern und Auszubildenden.
Wie mir das Programm auf der Website des Jülich LLM Day 2025 verriet, wird uns Clemens Hasler, der zur Unternehmerfamilie von u-form gehört (der Sohn von Marie-Luise Hasler) und seit 2024 dort arbeitet, einen der drei Use Case zu Large Language Models (LLMs) in Unternehmen vorstellen. Ich hatte letztes Jahr über Herrn Cornelius Scheffel-Ullrich, einem der Geschäftsführer der u-form Testsysteme, mitbekommen, dass u-form neue Lösungen im Bereich KI für die Ausbildung entwickelt.
Ich freue mich, dass ich auf dem Jülich LLM Day 2025 am 18. September 2025 mehr über die KI-Produkte von u-form erfahren werde – wobei es sich sehr wahrscheinlich um ein (oder mehre) Anwendungsbeispiel handeln wird, das auf dieser Webseite beschrieben wird. Interessant: Dieses neue Angebot haben die Solinger in Kooperation mit West AI entwickelt (mehr von West AI dazu hier). Übrigens ist West AI oder WestAI ein KI-Servicezentrum des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme aus Sankt Augustin bei Bonn, das mit dem Forschungszentrum Jülich eng bei KI zusammenarbeitet.
Data Science und Künstliche Intelligenz
Data Science, seltener Datenwissenschaft, sucht Antworten und Lösungen auf praktische Herausforderungen und Forschungsfragen in ganz unterschiedlichen Bereichen: Frühe Anwendungsfelder waren das Online-Marketing und der Online-Verkauf (Vorreiter hier natürlich: Amazon); doch heute setzen Unternehmen und andere Organisationen es in einer Vielzahl von Branchen und Bereichen ein, da fast überall große Datenmengen (Big Data) anfallen – eine wesentliche Voraussetzung von Data Science.
So finden wir Data Scientists – und Data Engineers als Experten für Datenarchitekturen, -speicherung, -transformation – beispielsweise in der Logistik, bei Finanzunternehmen, in der Medizin- und Pharmabranche, in der Industrie und im Human Resource Management (hier oft People Analysten bezeichnet).
Und natürlich sind sie auch im Bereich der Generativen Künstlichen Intelligenz mit ihren Large Language Models zum Training und zur Verbesserung ihrer Vorhersagen, Antworten und Ergebnisse die wichtigste Berufsgruppe.
Machine Learning, Statistik und digitale Assessments
Doch auch wenn heute viele Menschen und Medien mit Künstlicher Intelligenz fast nur Deep Learning mittels künstlicher neuronaler Netze verbinden, so umfasst Machine Learning viel mehr Ansätzen und, je nach Sichtweise, auch klassische statistische Methoden wie die Korrelations- und Regressionsanalyse, die Faktorenanalyse und multivariate Verfahren (z.B. die partielle Korrelationsanalyse mit mehren Prädiktorvariablen, die ich in meiner Diplomarbeit zur Modellierung und Prognose von Burnout bei Teamleitern im Call Center einsetzte).
Event-Tipp 2: Die Startup Woche Düsseldorf und das Future Tech Fest 2025 finden in der Woche zuvor vom 08. bis 12.09.2025 statt. Ich beteilige mich auch mit einer Veranstaltung zum digitalen Assessment im HRM mit Fokus auf Führungsstilen.

Diese bewährten Methoden sind seit mehr als 50 Jahren wichtige Werkzeuge zur Datenanalyse in der Wirtschaftspsychologie bzw. Arbeits- und Organisationspsychologie; beispielsweise zur Klärung der Fragen, welche Ursachen die Fluktuation in einem Unternehmen hat und wie man sie verringert werden, wie hoch die Arbeitszufriedenheit liegt und wie man sie fördert, oder wie man die Suche und Auswahl von Mitarbeitern und Führungskräften verbessert – datenbasiert vor allem mit Recruiting Analytics und digitalen Assessments im HRM.
Übrigens sind digitale Assessments auch wichtige Instrument:
- zur Identifikation und Förderung von Talenten,
- zur Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften,
- zu beruflichen Orientierungen, Potenzialanalysen und Karriereberatungen – beispielsweise in Folge von Kündigungen, bei Transfergesellschaften und Outplacement-Beratungen.
Talent Analytics und Development Analytics werten dagegen, wie auch Recruiting Analytics und andere Bereiche von People Analytics (siehe unten), Daten auf einer höheren Ebene und von einer Vielzahl von Personen aus – und beziehen weitere Unternehmenszahlen und externe Daten mit ein. Beispielsweise die Kosten und den finanziellen Gewinn von Maßnahmen, um den Return On Investments (ROI) zu berechnen oder Umsatz- und Verkaufszahlen nach einem Training in Kundenorientierung und sozialer Kompetenz. Ein Ansatz, der immer stärker von HR Professionals verfolgt wird, da er die Kosten von Prozessen senkt und deren Effizienz steigert! Übrigens: Solche Kosten-Nutzen-Rechnungen gibt es auch für den (zusätzlichen) Einsatz digitaler Assessments mit psychometrischen Tests: Diese Berechnungen zeigen, dass die Kosten für deren Einsatz weitaus geringer sind, als der sich ergebende geldwerte Nutzen z.B. in Form höherer Leistungen der mit Unterstützung der Tests ausgewählten besseren Kandidaten.
People Analytics und Google
Heute haben sich hierzu die Begriffe People Analytics und HR Analytics eingebürgert, statt HR Data Science. Die Gründe dafür liegen in ihren Ursprüngen im HR- und Personalcontrolling, in der Arbeits- und Organisationspsychologie und im Human Capital Management.
Sowie im Projekt Oxygen von Google, das in den Nullerjahren aufgrund seines damaligen rasanten Wachstums datenbasiert herausfinden wollte, welche Merkmale einen guten Manager und eine gute Führungskraft auszeichnen – und in der Folge den Begriff People Analytics prägte und in den USA verbreiteten: Siehe hierzu das Buch Work Rules von Laszlo Bock, dem ehemaligen Vice President People Operations von Google und Mitgründer sowie Ex-CEO von Humu; ein HR Tech Unternehmen, dass 2023 von Perceptyx gekauft wurde.
Wie können Sie mehr aus Ihren HR-Daten machen?
Sprechen Sie mich an, um mehr darüber zu erfahren, wie Sie mehr aus Ihren HR-Daten machen, neue HR-Daten erheben (z.B. mit digitalen Assessments psychologischer Merkmale von Personen, Gruppen, Arbeitstätigkeiten oder Organisationen) – und dadurch Ihre HR-Prozesse verbessern.
Vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Online-Meeting, in dem wir erste Fragen klären, wie ich Ihnen bei der Lösung Ihrer speziellen HR-Herausforderung helfen kann: Mit People Analytics, Künstlicher Intelligenz oder digitalen Assessments im HRM. Buchen Sie Ihren Termin einfach hier oder nutzen Sie diesen Link für weitere Gesprächsangebote: https://meet.brevo.com/stefan-klemens
Ich freue mich, Sie und Ihre HR-Herausforderung kennen zu lernen!
Herzliche Grüße, Stefan Klemens
Links
Supercomputer JUPITER
https://www.fz-juelich.de/de/jupiter
Jülich LLM Day 2025 am 18.09.2025
https://www.fz-juelich.de/de/ias/jsc/aktuelles/termine/2025/juelich-llm-day
Pressemitteilung zu JUPITER
https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2025/supercomputer-jupiter-erreicht-rekord-rechenleistung-in-europa
Videos zu JUPITER
https://www.youtube.com/watch?v=vVUFIrY-_xg&t=185s
https://www.fz-juelich.de/de/newsroom-jupiter/jupiter-videos
Hersteller Eviden und Muttergesellschaft Atos SE
https://eviden.com/de-de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Atos_SE
Top Liste der Supercomputer
https://top500.org/lists/top500/2025/06/
u-form Testsysteme und West AI
https://www.testsysteme.de/ki
https://westai.de/
https://westai.de/presse/erste-forschungskooperation-ki-als-pruefungshelfer/
People Analytics, Data Science und KI im HRM
https://www.schorberg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/People_Analytics
https://de.wikipedia.org/wiki/Data_Science
https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Kuenstliche-Intelligenz-im-Personalwesen
Google, Laszlo Bock und Project Oxygen
https://hbsp.harvard.edu/product/313110-PDF-ENG
https://t3n.de/news/google-beste-chefs-projekt-oxygen-1172456/
https://en.wikipedia.org/wiki/Laszlo_Bock
https://www.amazon.de/Work-Rules-Google-arbeiten-ver%C3%A4ndert/dp/3800650932/
https://www.perceptyx.com/
Digitales Assessment im HRM
https://www.digitalassessment.de/
https://startupweek-dus.com/de/event/digitales-assessment-im-human-resource-management-fuhrung-von-mitarbeitern/
https://de.wikipedia.org/wiki/Online-Assessment
